Brief an mein Leben: Erfahrungen mit einem Burnout
March 22nd, 2010 in Ostergeschenke für Frauen
Eine erfolgreiche Frau klappt zusammen. Ihr Körper zieht die Notbremse, nichts geht mehr. Die Diagnose: Burnout. In einer Klinik im Allgäu beginnt sie, einen “Brief an mein Leben” zu schreiben. “Ich war fünfzehn Jahre um die Welt gereist, hatte gearbeitet, geredet, geschrieben, akquiriert, repräsentiert, bis der Arzt kam. Im Wortsinne. Ich habe keine Grenzen gesetzt, mir selbst nicht und auch nicht meiner Umwelt, die zuweilen viel verlangt, mich ausgesaugt hat wie ein Blutegel seinen Wirt. Und das meiste von dem, was ich gemacht habe, hat mir tatsächlich Freude gemacht … Aber ich habe in alldem nicht die aristotelische Mitte finden können zwischen dem ‘Zuviel’ und dem ‘Zuwenig’. Nun war ich plötzlich stillgelegt, wiederum im Wortsinne …”
Burnout ist dabei, die Volkskrankheit der modernen “Leistungsgesellschaft” zu werden. Kein Wunder, dass mittlerweile bereits von der Schule überforderte Jugendliche Symptome dieses psychosomatischen Erschöpfungssyndroms zeigen. So auch Miriam Meckel, ihres Zeichens Lebensgefährtin der TV-Moderatorin Anne Will und Kommunikationswissenschaftlerin. Ihre berufliche Hyperaktivität hat der 42jährigen fast das Leben gekostet…
Die Zwangspause nutzte Meckel über ihren Burnout dieses Buch zu schreiben. Dabei gibt sie sich in ihrem Buch durchaus glaubhaft nachdenklich, selbstkritisch, zerknirscht und geläutert. Sie thematisiert die fortschreibende Flexibilisierung und Ruhelosigkeit des modernen Lebens, bei der sich der Mensch immer mehr überfordert fühlt. „Menschen funktionieren nicht. Sie leben. Und von Zeit zu Zeit gibt es Dinge, die uns zeigen, dass das Leben endlich ist. Wir bemerken dann, dass es sich lohnt, Ausnahmen und Abstriche zu machen…”
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